noch zu Hause

noch zu Hause

Donnerstag, 23. Dezember 2010

nochn paar bilder

Roadtrip 

Unser Fahrer Tom (naja, Kaddi is auch viel gefahrn)




Botanic Gardens in Sydney 




Jack Johnson Konzert im botanischen Garten! Wir haben draußeb gesessen und zugehört, sogar mit Blick auf die Leinwand und mit Feuerwerk!!



Bondi Beach

wieder Bondi

gemütliche Pokerrunde aufm Rooftop

Manly

unser Schiff von Manly zurück nach Sydney rein

Sydney bei nacht (Opra House)

Harbour Bridge

Blick von unserm Rooftop


Ein schöner Tag im Park


Steffen und Tom

Flower Power :P

Endlich mal wieder ganz gutes Wetter, war trotzdem sau kalt wegen dem Wind!

Roadtrip etc.

Hey Leute!!

Sorry, dass ich schon so lange nicht mehr geschrieben habe, aber irgendwie konnte ich mich noch nicht dazu aufraffen. Naja auf jeden Fall kommt hier der neue Eintrag auf den ihr wohl alle schon sehnsüchtig wartet.

Hier läuft soweit alles super! Unser Hostel ist immer noch klasse und die Arbeit ist nicht die tollste aber definitiv machbar, vor allem sind wir meistens schon um 1 oder 2 Uhr fertig und können dann was unternehmen. Leider ist das Wetter mal wieder schlecht und wir können nicht wirklich an den Strand. Am Donnerstag waren wir trotzdem nach Manly, weil ein Deutscher, der hier im Hostel gewohnt hat dorthin zu einer Familie gezogen ist und uns zum Surfen eingeladen hatte. Aus dem Surfen ist leider nichts geworden, weils gewittert, geregnet hat und es sau kalt war. Naja, dann sind wir als Ausgleich mit dem Hund spazieren gegangen und hatten mega tolle Landschaft um uns rum, mit Dünen und Strand. Der Hammer, was aber mal wieder typisch war, dass ich meinen Fotoapparat im Haus im Rucksack vergessen hatte, aber naja, dann muss ich halt noch mal dorthin. Übrigens gibt’s da so Felsen am Meer, auf denen wir rumgelaufen sind und dort haben wir riesige Krebse gesehn, ca. 50 Stück in einer Spalte. Sehr faszinierend.

Eigentlich müsste ich aber mit was anderem anfangen. Und zwar habe ich vor ca. 4 Wochen einen Gutschein für einen Van für 5 Tage gewonnen. Wir waren Montags im Sugermill feiern, dort fand dann später ein Gewinnspiel statt. Ich hatte jedoch gar nicht zugehört, was es zu gewinnen gab. Naja, trotzdem haben wir uns mal dazu gestellt. Das Spiel war einfach nur „Kopf oder Zahl“...bzw „Head or Tail“ was aber das gleiche ist, man muss sich also an den Kopf fassen oder an den Hintern und je nach dem was geworfen wird gewinnt man, sehr simpel also. Aber nach 4 Runden stand ich dann also im Finale und hab im Endeffekt mit meinem Hintern einen Van gewonnen. Obwohl ich an dieser Stelle vielleicht erzählen sollte, dass es hier nicht anders ist als im Saarland, alles funktioniert über Beziehungen und da wir mit Tom dort waren, der im Sugarmill arbeitet haben die Hosts meistens einfach das gesagt, was ich hatte, da Tom nicht gewinnen durfte, ich aber mit ihm da war. Ist ja eigentlich auch egal, wie ich gewonnen habe, aber auf jeden Fall habe ich gewonnen. Was bedeutete, dass wir bald aufbrechen würden zu einem wunderbaren 5 tägigen Roadtrip.
2 Wochen später wars dann auch so weit. Am 6. Dezember brachen wir auf, zu dritt in einem zweier Van (verbotener Weise). Ziel: Melbourne! Da ich leider meinen Führerschein doofer Weise zu Hause gelassen hatte, da ich dachte ohne Internationalen Führerschein darf ich sowieso nicht fahren, fuhren Kaddi und Tom. Und natürlich verfuhren wir uns schon aus Sydney raus total, was uns aber egal war, da wir endlich unterwegs waren und nicht mehr in Sydney vergammelten. Voller Glücksgefühle fanden wir auch irgendwann den Richtigen Highway, dessen Name wohl bemerkt „A1“ ist. Wie daheim. Die erste Nacht verbrachten wir zwischen „Surfer Bay“ und „Sunshine Beach“ an nem abgelegen Strand. Wir parkten unseren Van direkt am Strand und hatten vielleicht 150m bis zum Meer. Total geil. Vorher hatten wir uns natürlich Bier und Vodka für 70 Dollar gekauft und machten uns in dieser tollen Atmosphäre erst mal ein Bier auf. Was schließlich darauf hinauslief, dass wir alle gut angesäuselt waren und auch ziemlich verstochen von den scheiß Mücken. Trotzdem wars ein toller Abend. Dann bauten wir im betrunkenen Zustand noch unser Bett, was ziemlich lustig war und gingen schlafen, wie gesagt, zu dritt im zweier Van, was ziemlich kuschelig war. Am nächsten Morgen bin ich dann noch schwimmen gegangen, und wir haben noch mit nem Australier gesprochen, der total davon begeistert war, dass wir mit dem Van unterwegs sind. So um 10 brachen wir dann auf, kauften uns im Aldi noch ein Frühstück und setzten unseren Weg nach Melbourne fort.
Ich schlief hinten im Van und Kaddi und Tom entschieden einen kleinen Umweg einzuschlagen, der durch einen Nationalpark führte. Die Landschaft war wunderschön und Kaddi sah ein Wombat und ich nen Papagei. Also echt mal was anders als Stadt/Sydney.
Bald erreichten wir das Meer wieder und hielten Ausschau nach einem schönen Schlafplatz/Parkplatz. Im Hafen sah man von Weitem einen wunderschönen Strand, den wir direkt anfahren wollten. Da die Australier auch echt nett sind fragte uns einer, ob er uns helfen könnte, wir nahmen dankend an und fragten wie man an den Strand käme und ob man dort irgendwo übernachten könne. Er erklärte uns, dass man am Strand leider nicht so lange parke durfte, aber dass es ca. 300 Meter weiter einen Schotterweg gäbe, bei dem man zwar eher im Busch als am Strand stehe, aber wenn man 100 Meter gehen würde, dass wäre man am Strand. Okay, also setzten wir uns wieder in unseren Grasgrünen Van und fuhren an den Strand, der wunderschön war. Man fühlte sich, als ob man in der Kulisse von „Fluch der Karibik“ stehn würde. Wir spazierten ein bisschen am Strand rum und genossen die Aussicht und das Feeling. Leider war das Wetter nicht so schön, aber trotzdem sah alles fantastisch aus. Schwimmen sind wir aber leider nicht gegangen.
Als wir dann endlich genug vom Strand hatten (haha), sind wir Richtung Busch aufgebrochen. Man muss einfach die Straße entlangfahren, bis sie auf einmal aufhört und in einen Schotterweg mündet. Dort haben wir dann ein wunderschönes Schlafplätzchen gefunden. Wir waren umringt von Busch, standen aber auf ner „befestigten“ Straße und wenn wir durch den „Urwald“ durch gegangen sind standen wir direkt auf den Felsen und unter uns kämpfte das Meer mit den Steinen. Das war echt atemberaubend schön, aber natürlich wieder echt kalt, weil der Wind extrem ging und kalt war. Als wir dann alle halb erfroren waren gingen wir kochen. Im Van war hinten so ein ausziehbarer Gasherd, auf dem wir versuchten zu kochen, was sich als sehr schwierig herausstellte, da der Wind es eigentlich unmöglich machte. Also bauten wir nen Windschutz aus nem Bettbrett und nem Handtuch und warteten Stunden bis das Wasser kochte und de Nudeln fertig waren. Der Topf war auch ziemlich winzig dementsprechend waren die Nudeln nicht so der Hit und unsere Soße ließ auch zu wünschen übrig, aber egal, hauptsache was zu essen. Der restliche Abend verlief dann relativ ruhig. Wir tranken noch unser Bier, das vom Vorabend übrig war und legten uns dann in den Van und schauten nen super mega schlechten Film, der irgendwie ne schwammige Handlung hatte und schon uralt war, weils draußen einfach zu kalt war um dort ein bisschen zu chillen.
Am nächsten Morgen gings dann früh los, wieder an den Strand zum frühstücken. Es gab noch Reste vom Lachs vom Vortag, Thunfisch aus der Dose, gekochte Eier und Baby Bell. Und die Kulisse war einfach der Hammer...Frühstück in der Karibik.
Danach setzten wir uns dann wieder ins Auto und fuhren weiter Richtung Melbourne. Unsere Mission konnten wir aber nicht erfüllen, da wir uns dem Wetter ergeben mussten, denn es regnete in Strömen und im Radio meldeten sie, dass in Melbourne einige Straßen gesperrt sind, wegen Überschwemmungen. Also drehten wir ca. 100km vor unserem Ziel um und flüchteten vor dem Regen. Unser Alternativziel wurde Canberra. Da es Abends dann aber auf einmal anfing zu schütten und wir stehn bleiben mussten, da wir nichts mehr von der Straße gesehen haben, hielten wir dann am nächsten Parkplatz an und bauten von innen das Bett auf und verbrachten den Abend im Van mit einer anderen schlechten DVD. Am Morgen wars dann wieder ein bisschen sonnig und wir frühstückten in nem süßen Café in dem Kaff in dem wir Abends anhalten mussten. Nach dem tollen Frühstück setzten wir unseren Weg fort in die Hauptstadt von Australien.
Canberra ist eigentlich echt winzig im Vergleich zu Sydney. Auf einmal waren wir mitten in der Stadt und fuhren geradewegs aufs Parlament zu, welches oben auf dem Dach eine gewaltige Fahnenstange besitzt. Nach ner halben Stunde durch die Straßen kurven, hatten wir dann auch schon so ziemlich ganz Canberra gesehn und entschieden uns mal einen Blick ins Parlament zu werfen, für das man nen Berg abgetragen, das Gebäude hingebaut und den Berg wieder teilweise drübergeschüttet hat. Als wir durch die kleine Sicherheitskontrolle durch waren, standen wir auch schon in dem sehr schicken Gebäude drin. Alles aus Marmor und nem ganz dunklen Parkettboden. Sehr sehr schön. Auch der gesamte Aufbau. Einer der Konferenzsäle, bzw ein Festsaal ist gigantisch, auch wieder dieser dunkle Fußboden und riesig groß, mit Empore und nem geilen Gemälde an der Wand. Dann begaben wir uns noch aufs Dach zu den Fahnenmast und hatten einen tollen Ausblick auf Canberra. Die Stadt ist echt schön, keine Hochhäuser und viele alte Gebäude, aber ich glaub sie ist auch genauso langweilig. Wir schlenderten noch ein bisschen übers Dach und durch den Shop und machten uns dann auf die Suche nach einem Schwimmbad um endlich mal wieder zu duschen, nach 4 Tagen. Es regnete mal wieder als wir aus dem Parlament raustraten und wir liefen dann schnell zum Auto. Nach wieder ner halben Stunde rumkurven hatten wir dann endlich ein Schwimmbad gefunden und gingen dann auch schnell rein. Wohl bemerkt das einzige Schwimmbad Canberras….oh mein Gott, total schäbig und winzig. Nur ein Schwimmer, ein Nichtschwimmer und ein Sprungbecken mit 10 m-Turm. Und das alles sah noch echt uralt aus und war alles in ner Art Zelt drin. Naja, trotzdem schwammen wir ein paar Bahnen, sahen den Jungs beim Springen zu und gingen dann schön duschen. Eigentlich hätte ich gern noch ein bisschen in nem Whirlpool gechillt, aber sowas gabs halt nicht. Eine deutsche Frau, dir wir im Schwimmbad getroffen haben hat uns noch ein kleines Lokal empfohlen, in dem man gut und günstig essen könne. Also machten wir uns hungrig auf die Suche nach dem Lokal und wurden auch schnell fündig. Sah ziemlich deutsch aus und hatte ganz viele Gerichte aus der ganzen Welt und Bier auch…sogar deutsches, welches auch fast jeder um uns rum trank. Nach dem Essen gingen wir tanken und machten uns auf den Weg aus Canberra raus um ein schönes Schlafplätzchen zu finden. Schließlich hielten wir dann in einem kleinen Örtchen an, in dem es faszinierender Weise ca. 5 Hotels gibt. Wir stellten unseren Van an die Straße neben einer großen Wiese und machten es uns gemütlich. Diese Gemütlichkeit wurde aber auch einmal gestört. Tom und ich saßen auf dem Dach des Vans und schauten uns Sterne und die Umgebung an, als auf einmal hinter einem Truck (der vor uns parkte) im Straßenlicht, Mitten auf der Straße ein Typ auftauchte. Ich musste direkt an den Film Jeepers Creepers denken und machte Tom auch damit verrückt...der Typ tapste dann total gruselig weiter mitten auf der Straße an uns entlang und sagte sogar noch „Hey“ zu uns....aber sonst war die Nacht echt schön. Wir schliefen mit dem Sternenhimmel über uns ein, da wir ein tolles Panoramadach in unserem Van hatten.
Der nächste Morgen war auch wieder total toll....wir wollten frühstücken gehen und sind dann in so einen Pie-Laden rein, den ich Abends zuvor gesehen hatte mit der Aufschrift Kaffee und Kuchen. Also dachten wir, dass wir dort bestimmt was herbekommen. Der Typ darin hat uns aber dann gesagt, dass er eigentlich kein Frühstück macht, sondern Pies, aber 2 Häuser weiter wäre ein Café mit Frühstück. Also machten wir uns auf den Weg. In dem besagten Café sahs schon sehr nobel aus und die Preise schreckten uns auch ziemlich ab. Aber da kam auch schon die lustige Bedienung angelaufen und fragte uns, ob er uns helfen könne. Wir sagten, dass wir wieder gehen wollen, weil unser Budget das Frühstück hier nicht erlauben würde. Er kam aber direkt damit, dass wir uns 2 Sachen teilen können und das locker reicht und dass er uns nen speziellen Preis machen könne. Naja, wir fühlten uns von „Bacon and Egg“ und dem „Bananabread“ so angezogen, dass wir uns zum bleiben beschließen. Das Frühstück war der Wahnsinn, Tom bekam noch nen Cappuccino geschenkt und zum Abschied gab der Kellner uns noch ein paar Plätzchen für den Weg. Total der abgefahrene Kerl, Ex-Rocker und total begeistert von Deutschland. Wir haben dann auch noch zum Abschied ein Foto mit ihm gemacht! Nachdem wir also gut gesättigt waren gings wieder weiter Richtung „Heimat“, da wir bis 2 Uhr den Van abgegeben haben mussten. Der Heimweg war dann noch aufregend, denn wir wurden natürlich noch auf den letzten Metern von der Polizei angehalten. Ich lag hinten drin, über mir tausend Decken etc, da man eigentlich nur zu zweit mit dem Van fahren darf, und erstickte. Kaddi und Tom waren total aufgeregt, ließen sich aber nichts anmerken. Der Grund weswegen wir angehalten wurden, war, dass Tom zu schnell gefahren ist. Und zwar 124 km/h anstatt den erlaubten 100 km/h . Der Polizist war dann aber so nett und hat auf den Zettel geschrieben, dass er nur 110 gefahren sei und schließlich musste Tom „nur“ 211 $ bezahlen. Und da ich nicht entdeckt wurde wars auch dann egal :D

Das war also unser Roadtrip....endlich mal raus aus Sydney. Er hat mich teilweise auch ein bisschen an Martinique erinnert, da wir zum Beispiel nach 2 Tagen keine Musik mehr hatten, da das Radio keinen Empfang hatte und unsere MP3-Player auch alle keinen Akku mehr hatten. Aber anstatt selbst zu singen haben wir uns dann ne CD gekauft, die echt gut/lustig war.

Naja. Nun sind wir aber wieder zurück in Sydney und arbeiten wieder. Und auf einmal steht auch schon Weihnachten vor der Tür, was man gar nicht glauben kann. Das Feeling fehlt auf jeden Fall völlig. Morgen kaufen wir uns wahrscheinlich die Karten fürs Sunburnt, was bedeutet, dass man am 25. nach Bondi an den Strand geht und sich besäuft! Sehr traditionell :D Aber ich glaub das machen fast alle Backpacker, die sich an Weihnachten in Sydney befinden und ein paar Einheimische befinden sich bestimmt auch darunter! Mal schaun. Heute geht’s auf jeden Fall schon mal an den Strand. Endlich ist mal wieder gutes Wetter, obwohls gestern auch nicht schlecht war, nur der Wind war extrem kalt und stark. Gestern waren wir nämlich in Rushcutters Bay und haben Bier getrunken, gechillt und den Leuten um uns rum beim Sporttreiben zugeschaut ;)

Ansonsten ist also alles beim Alten und Anfang Januar geht’s dann wohl weiter die Ostküste hoch.

Bis zum nächsten mal ihr Lieben!!

Gaaaaaanz liebe Grüße ins verschneite Saarland (und natürlich den Rest von Deutschland auch) aus dem endlich wieder sonnigen Sydney!!